Mear: „The Order“ oder: wenn das Selbstverständliche nicht mehr selbstverständlich ist

Foto: Jen Squires

Die Natur des Menschen bringt es so mit sich, dass man als selbstverständlich erscheinende Dinge erst dann zu schätzen und sie richtig einzuordnen weiß, wenn sie plötzlich nicht mehr da sind – wie die Gesundheit. In Corona-Zeiten ist diese Thematik natürlich noch einmal aktueller denn je.

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Um der richtigen Einordnung ein wenig auf die Sprünge zu helfen: was nützt ein großes Vermögen mit entsprechender Zurschaustellung von Bling-Bling und Luxuskarossen, wenn man (schwer) krank ist? Entsprechend starke Auswirkungen auf die Seele und das Gemüt hat es, wenn Letzteres der Fall ist.

Die schon vorgestellte kanadische Newcomer-Band Mear weiß davon ein Lied zu singen und macht es auch mit ihrer neuen Synthpop-Single „The Order“. Diese ist zugleich ein Appetizer auf ihren ersten Longplayer „Soft Chains“, der am 21. April herauskommen soll.

Sängerin und Songwriterin Frances Miller von Mear erzählt bei dem atmosphärischen Werk von ihren Erfahrungen mit einer chronischen Krankheit und der Trauer um den Verlust ihrer Gesundheit. Sie verriet: „2014 verlor ich die Fähigkeit, viele Dinge zu tun, die ich zuvor für selbstverständlich gehalten hatte. Als ich [das Lied] schrieb, konnte ich nicht länger als ein paar Minuten am Stück lesen und ein kurzer Spaziergang um den Block konnte mich am nächsten Tag bettlägerig machen. ,The Order’ war ein Versuch, etwas von dem Schmerz und der Einsamkeit davon auszudrücken; davon, nicht zu verstehen, was mir passierte.“

Diese „Verwirrung“ scheint sich in der Entwicklung zum Ende des Stücks hin immer mehr zu zeigen. Da hat man nämlich das Gefühl, dass die zuvor harmonisch daherkommende Melodie etwas aus den Fugen gerät und auch das Tempo ändert sich. „The Order“ von Mear sollte man unbedingt gehört haben!

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