„Goodpain“ heißt nicht nur ein toller Song von Yoke Lore (aka Adrian Galvin, hier schon vorgestellt), sondern auch dessen letzte EP, die im Sommer dieses Jahres herauskam. Was er unter diesem Titel versteht, erklärte der Sänger in einem Interview mit dem ‚Honey Punch’-Magazin so: „,Goodpain’ ist die nötige Zeit, in der man kämpfen und durchhalten muss, um zu dem guten Teil von allem zu gelangen. Das ist der kleine Sisyphus in uns allen.“

Um schneller und mit möglichst wenig Aufwand an sein Ziel zu kommen, kann der ein oder andere versucht sein, Dinge zu tun, die er/sie normalerweise nicht tun würde. Die Frage dabei ist nur: wenn man seine eigentliche Identität aufgibt, kann man sich dann noch selbst im Spiegel anschauen? Gerade Musiker stehen da heutzutage auch unter einem immensen Druck, wenn es vor allem darum geht, so viele Platten wie möglich zu verkaufen.

Der Herausforderung, seine eigene Integrität nicht zu verraten und den Erfahrungen, die Yoke Lore damit machte, widmet sich der Sänger im Video zu seinem neuesten Ohrwurm-Song „Beige“. Da wird dann auch versucht, den Musiker zu einem Netzhemd-tragenden Sex-Symbol mit entsprechender sinnfreier Boygroup-Choreographie umzumodeln – oder anders gesagt: eine Art Schaufensterpuppe. Dass dieser davon nicht gerade begeistert ist, wird dabei klar erkennbar.

Wie geht der Kampf gegen der Verlust der eigenen Persönlichkeit am Ende aus? Das sollte sich jeder unbedingt selbst anschauen! Im Song und Clip kommt übrigens auch das Banjo zu seinem gebührenden Auftritt – ein Instrument, das gerade bei Live-Konzerten von Yoke Lore zu einer Art Markenzeichen für ihn geworden ist…