Austin Harms: „cedar lane“ auf dem Weg zu sich selbst

Foto: YouTube; Video shot by Chad Saechao

Von der „rosaroten Herzchen-Brille“ des gestrigen Valentinstags wieder ein bisschen zurück in die Realität geht es mit der neuen Single „cedar lane“ von Austin Harms. Der talentierte Newcomer aus Los Angeles behandelt in seinen melancholischen Songs thematisch nicht gerade leichte Kost, denn da geht es um die mehr dunkleren Gemütszustände einer Person – wie zuletzt dem der Orientierungslosigkeit, den er in seinem Track „lighthouse“ beschrieb – immer mit der Botschaft an den/die Hörer*in des Songs: du bist nicht allein mit deinen Problemen.

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Mit „cedar lane“ gibt es die dritte Veröffentlichung – oder wie Austin Harms es selbst nennt: das „dritte Kapitel“ – aus seiner bald erscheinenden, fünf Songs starken EP. Bei dem persönlichen Werk mit Hip-Hop-Elementen bleibt insbesondere die Textzeile im Chorus: „before you grow you gotta break“ (übersetzt in der Art wie: „bevor du wächst musst du kaputt gehen“) im Kopf, die trotz aller Traurigkeit über die momentane Situation einen (schlussendlich positiven) Sinn in dem Ganzen sieht.

Mit solchen düsteren Gefühlen klarzukommen, kann schon mal etwas mehr Zeit beanspruchen und so ist das etwa fünfminütige „cedar lane“ nicht unbedingt ein Track, der unter die Bezeichnung „Musik to go“ zu fassen ist. Wenn andere Stücke (spätestens) bei drei Minuten enden und mit einem Spotify-freundlichen und entsprechend kurzen Intro glänzen, ist bei der Single nämlich weder das eine noch das andere der Fall. Bei drei Minuten glänzt „cedar lane“ von Austin Harms stattdessen mit einer unerwarteten musikalischen Wendung.

Was den Hintergrund des Songs anbetrifft, verriet der Musiker gegenüber dem ,Variance’-Magazin: „Ich war in einem wirklich schlechten mentalen Zustand und nach langem Überlegen beschloss ich, zum ersten Mal alleine in die Berge zu reisen. Ich blieb ein paar Nächte allein in einer Hütte mit meinem ausgeschalteten Telefon. Es war wirklich aufschlussreich – erfrischend und beängstigend zugleich. Ich glaube nicht, dass ich auf diese Weise jemals wirklich allein gewesen bin.“

Er fuhr fort: „So lange ich mich erinnern konnte fühlte ich mich allein und ich fühlte mich auch damals allein aber ich war nie wirklich so lange körperlich allein, nur mit meinen Gedanken. Es ist schwer, diese Reise in ein paar Sätzen zusammenzufassen, weil diese viel für mich getan hat. Aber sie hat mir in dem Sinne die Augen geöffnet, dass ich anfing zu verstehen, wie wenig ich mich selbst liebte und vor wie viel Schmerz ich davongelaufen war.“

Song und dazugehörige Clips sind unbedingt hörens- und sehenswert!

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