Jeder weiß vermutlich, wie sehr es einem nachhängt, einer Person gegenüber nicht so reagiert zu haben, wie man es vielleicht wollte. Es kann einen schon mehrere Tage beschäftigen, jemandem gegenüber, der einem unverschämt oder frech kam, nicht die gebührende schlagfertige Antwort gegeben zu haben. Diese hatte man zu diesem Zeitpunkt vielleicht einfach nicht parat, wäre jetzt aber natürlich bestens darauf vorbereitet – wenn man nur die Zeit zurückdrehen könnte…

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Um so eine Situation geht es auch in der Debütsingle „Call You Out“ von deryk (aka Madeline Bradley) aus Auckland, Neuseeland. In eine unheimliche, teils bedrohlich, teils wütend wirkende Atmosphäre gebettet, handelt es sich hier um einen Song, der definitiv aus der musikalischen Masse heraussticht – eben etwas, was man so nicht alle Tage hört. Und das, obwohl das Stück melodisch – mit einer Mischung aus organischen Instrumenten und Elektro-Elementen – relativ sparsam daherkommt und sich nicht mit viel unnötigem Firlefanz aufhält. Die Inspiration für ihre Werke zieht deryk dabei aus so besonderen Künstlerinnen wie PJ Harvey, Fiona Apple, Kate Bush und Björk.

Zum Hintergrund von „Call You Out“ erklärte die vielversprechende Newcomerin gegenüber ,Good Call Live’: „[Es geht] um das Gefühl, das man bekommt, wenn man eine Gelegenheit verpasst hat, etwas zu sagen, das man hätte sagen sollen oder hätte sagen können, wenn man schnell genug gewesen wäre. Ich wünschte verdammt, dass ich das gesagt hätte.“

Sie ergänzte: „Das nicht einstehen für einen selbst oder jemand anderen, wenn man es gekonnt hätte aber man einfach nur sprachlos erstarrte, geht mit einer Scham und Frustration einher. Es gärt ein paar Tage lang in einem, man heckt Pläne aus und fragt sich, ob man [die Person] zur Rede stellen sollte und genau diese Wut hat den Song inspiriert.“ Unbedingt hörenswert mit einem von der Künstlerin auf ihrem Handy selbst gedrehten Video. Und das kommt mindestens genauso unheimlich daher, wie der Song und könnte nicht besser dazu passen!

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