Wenn man nichts Gutes über etwas sagen kann, sagt man lieber gar nichts – das soll hier als Motto für den deutschen Beitrag „Sister“ zum Eurovision Song Contest in Tel Aviv am 18. Mai gelten. Wenden wir uns stattdessen etwas Erfreulicherem zu, nämlich zwei ESC-Beiträgen, die das Zeug dazu haben, die vorderen Plätze mitzubestimmen. Dabei handelt es sich um die Songs, die für Großbritannien und Italien in den Wettbewerb ziehen und die fürs Finale bereits fest gesetzt sind.

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Michael Rice: „Bigger Than Us“ – Großbritannien

Der britische Newcomer Michael Rice tritt mit seiner opulenten Pop-Ballade „Bigger Than Us“ für Großbritannien an. Die Öffentlichkeit wurde erstmals 2014 auf ihn aufmerksam, als er an der elften Staffel von ‚The X Factor UK’ teilnahm. Letztes Jahr präsentierte sich der 21-jährige Sänger erneut bei einer britischen Musikshow, nämlich der ersten Staffel von ‚All Together Now’ und gewann diese auch.

Sein Lied „Bigger Than Us“ kann mit sämtlichen Eigenschaften aufwarten, die ein guter ESC-Song unbedingt aufweisen sollte: Emotionalität, einem dramatischen und eingängigen Chorus (dieser erhält durch den Einsatz eines Gospel-Chors einen hymnischen Charakter) und ganz wichtig: eine Stimme, die neben dem großen Sound bestehen kann. Das alles kann „Bigger Than Us“ von Michael Rice zweifellos vorweisen. Eine hohe Platzierung sollte dem Song damit eigentlich sicher sein.

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Mahmood: „Soldi“ – Italien 

Der 27-jährige Newcomer und Gewinner des diesjährigen Sanremo-Festivals Mahmood tritt mit seinem Song „Soldi“ für Italien an und präsentiert damit ein modernes und charttaugliches Werk. Die Teilnahme an der Castingshow ‚X Factor’ verbindet ihn mit dem vorgestellten Michael Rice, wobei Mahmood 2012 in der italienischen Version derselben zu sehen war.

Mit „Soldi“, einer Mischung aus Elektropop, Hip-Hop und R&B inklusive einem unschlagbaren Ohrwurm-Chorus liefert dieser ein emotionales und autobiografisches Werk ab. Gegenüber der italienischen ‚Vanity Fair’ verriet der Musiker dazu: „Ich wurde in Mailand als Sohn eines ägyptischen Vaters und einer sardischen Mutter geboren aber ich bin bei ihr aufgewachsen. Ich habe einen Hinweis auf eine Vaterfigur aber der ist nicht sehr klar. Mein Leben war schon immer so, dass ich auf der Suche danach war, eine Lücke zu füllen.“

„Soldi“ sei ein „persönlicher Gefühlsausbruch“, der die kritische Wahrnehmung widerspiegelt, die sich nach dem Kindsein mit der Zeit in uns „gegenüber den Eltern, dem Leben, der Art wie wir die Dinge sehen“ entwickelt. Ein ausdrucksvoller Song, der auf alle Fälle hängenbleibt und daher auch einen der vorderen Plätze belegen sollte.

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