Leah Kate: „Twinkle Twinkle Little Bitch“ als neuer TikTok-Hit?

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Zugegeben – es ist schon schwer, das Nicht-Niveau des Sauf-Gröl-Liedes „Layla“ – seines Zeichens (und da kann man nur mit dem Kopf schütteln) derzeit Nummer eins in den deutschen Single-Charts – zu toppen. Aber gib’ der Spaßgesellschaft das, was sie will…

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Glücklicherweise geht es mit dem neuen Track „Twinkle Twinkle Little Bitch“ der aufstrebenden amerikanischen Newcomerin und TikTok-Star Leah Kate – die mit ihrem Track „Fuck Up The Friendship“ bereits einen Viralhit landete – nicht so tief in die Katakomben des Abwasserkanals hinunter. Warum dann diese Einleitung? Weil auch „Twinkle Twinkle Little Bitch“ – wie das künstlerisch überaus wertvolle BallermannWerk, das anfangs genannt wurde – unter den Hörer*innen kontrovers diskutiert wird – zwar nicht aus den gleichen Gründen aber immerhin. Und da gibt es bei dem neuen Stück von Leah Kate wohl nur: „richtig toll finden“ oder „sofort ausschalten!“.

Zunächst einmal ist der überstark eingängige Pop-Punk-Song vom Kinderlied „Twinkle Twinkle Little Star“ inspiriert, dessen Melodie wiederum mit Mozart in Verbindung gebracht wird. Und in dieser „Einfachheit“ des ursprünglichen Wiegenlieds liegt wohl unter anderem auch die Erklärung dafür, dass „Twinkle Twinkle Little Bitch“ ein paar Ohren offenbar nicht so genehm zu sein scheint. Dazu braucht man sich nur ein paar Kommentare unter dem dazugehörigen YouTube-Video durchzulesen.

Jetzt sticht der Song natürlich – gerade wegen seiner einfachen Melodie – auch nicht unbedingt durch eine gewaltige gesangliche Range hervor. Hat so etwas jemals einen Track daran gehindert, trotzdem erfolgreich zu werden? Insbesondere in Zeiten, in denen der Erfolg eines Liedes immer mehr nur in TikTok-Standards gemessen wird? Nein, ist die Antwort und nicht nur „Layla“ von DJ Robin & Schürze ist dafür ein Beweis, sondern auch schon früher so erfolgreiche Werke wie „Schnappi, das kleine Krokodil“, welches Platz eins der deutschen Single-Charts erreichte – und da gab es TikTok sogar noch gar nicht. Und diese Liste könnte unendlich fortgeführt werden…

Was „Twinkle Twinkle Little Bitch“ von Leah Kate für die einen interessant und für die anderen wohl trotzdem nicht hörenswerter macht ist die Kombination einer musikalischen Einfachheit mit einer inhaltlich frech-selbstbewussten und ganz direkten Abrechnung mit dem Ex. Etwas, in der Art wie „abcdefu“ vom US-Shootingstar Gayle oder „good 4 u“ von Olivia Rodrigo. Bekannter- und glücklicherweise ist Musik ja immer noch Geschmackssache. Und jeder/jede darf jetzt für sich entscheiden, ob „Twinkle Twinkle Little Bitch“ seinen/ihren Geschmack trifft oder doch nicht. Eines dürfte aber so oder so feststehen, nämlich dass man von diesem Song noch einiges hören sollte…

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