Low Island: „Who’s Having The Greatest Time?“ gegen die Instagram-Scheinwelt

Foto: YouTube

Kaum zu glauben, dass es auch mal eine Welt vor Instagram und Co. gab, die weitaus entspannter und weniger auf Konkurrenzdenken und Oberflächlichkeiten fixiert war. Ein bisschen was könnte also doch am Spruch: früher war alles besser dran sein…

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Genau diese Zeit scheint sich die aus Oxford kommende aufstrebende Newcomer-Band Low Island (Sänger Carlos Posada, Produzent Jamie Jay, Bassist Jacob Lively und Schlagzeuger Felix Higginbottom) mit ihrem – ja, man kann es wohl mit Fug und Recht so nennen – neuen Anti-Instagram-Song „Who’s Having The Greatest Time?“ zurückzuwünschen. Ein Titel, der als Frage daherkommt und offenkundig auf die besondere „Unart“ dieses sozialen Mediums anspielt. Diese „Unart“ lautet: wer versteht es gerade wieder am besten und erfolgreichsten, seine/ihre angeblich ach so perfekte Friede-Freude-Eierkuchen-Scheinwelt mit entsprechenden Bildern zu präsentieren.

„Who’s Having The Greatest Time?“ von Low Island liefert seine Instagram-Kritik mit einem ansteckenden Elektrosound ab, der an eine Mischung von LCD Soundsystem und Talking Heads erinnert. Nicht unbedingt verwunderlich, denn beide Bands werden neben weiteren wie Radiohead unter anderem auch als musikalische Einflüsse genannt. So namhafte Künstler wie Radiohead-Schlagzeuger Philip Selway und Peter Gabriel zählen sich übrigens schon als Fans von Low Island.

„Who’s Having The Greatest Time?“ ist neben früheren Singles wie „Don’t Let The Light In“, „Feel Young Again“ und „I Do It For You“ ein weiterer vielversprechender Appetizer auf deren Debütalbum „If You Could Have It All Again“. Das kommt am 16. April 2021 heraus.

Zum Hintergrund der neuen Single verriet Bandmitglied Jamie Jay via ,Mystic Sons’: „Bei ,Who’s Having The Greatest Time?’ geht es um die negative performative Natur von Instagram, einer Umgebung, die einem ständig vermittelt, dass jeder nur Stärke und Siege sehen will aber [auch nur] eines von beidem zu sehen macht uns durchweg depressiv und unsicher.“

Er fuhr fort: „Das Lied ist aus der Perspektive von jemandem, der sich mit einem Freund darüber austauscht, wie beide dazu kamen, die Plattform zu nutzen. Dann spielen sie mit der verlockenden und befreienden Idee, das Ganze für immer hinter sich zu lassen.“ Mit diesem Gedanken kann sich der ein oder andere sicher identifizieren. Unbedingt hörenswert inklusive einem sehenswerten Live-Video!

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