Madsius Ovanda: „Unread Letters“-EP mit purer, echter Musik, die einen alles vergessen lässt – Review

Foto: Tiana Lenz

Wer noch echte Musik zu schätzen weiß, bei denen die organischen Instrumente (Klavier, Gitarre, Streicher, Cello, Akkordeon) wirklich herauszuhören sind und zarte, klangvolle Stimmen, denen keine alles überwältigende Autotune-Behandlung zuteil wurde, sollte an den Werken von Madsius Ovanda seine wahre Freude haben.

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Das vielversprechende Berliner Newcomer-Duo besteht aus den zwei Freundinnen Carina Madsius und Pia Ovanda. Diese haben gerade ihre vier Tracks starke „Unread Letters“-EP herausgebracht inklusive eines sehr schönen, in Schwarz-Weiß gedrehten Behind-The-Scenes-Videos.

Allen vier Songs ist eine sehr gefühlvolle Interpretation zu eigen und wunderschöne Harmonien, besonders und vor allem dann, wenn sich mehrere Gesangsstimmen zusammenfinden. Bei dem ersten Track und zugleich der neuen Single „Not Enough“ fühlt man sich gerade bei diesen Parts an Werke des Anfang der 90er erfolgreichen US-Geschwister-Trios Wilson Phillips erinnert.

Die überzeugend emotionale bis emotional-leidenschaftliche Darbietung in den vier Songs der „Unread Letters“-EP geht mit aufrichtigen, ehrlichen sowie verletzlichen Texten einher, die ins tiefste Innere blicken lassen. Dabei werden unter anderem auch Selbstzweifel, Orientierungslosigkeit und Unsicherheit angesprochen, wie bei dem Schlusssong „Might Be The Moon“. Dieser bringt von allen vier Tracks soundtechnisch die melancholischste Stimmung zum Ausdruck.

Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Verletzlichkeit – nicht jede/r möchte insbesondere Letzteres anderen gegenüber immer direkt auf dem Silbertablett offen legen. Vielleicht auch deswegen der EP-Titel „Unread Letters“, also „ungelesene Briefe“? „Briefe“, die man vielleicht zuerst vor allem an sich selbst geschrieben hat, um sich möglicherweise bestimmter Emotionen klar zu werden und sie dadurch besser verarbeiten zu können in der Art wie bei/in einem Tagebuch?

Auch ohne den sicheren, zweifelsfreien Hintergrund des EP-Titels zu kennen, erhält man mit den vier Stücken Musik, in die man vollkommen eintauchen kann und die einen alles vergessen lässt. Als persönlicher Favorit soll hier der Song „Outnumbered“ hervorgehoben werden und ja, darin kommen auch ein paar elektronische Elemente vor, die sich mit den organischen aber perfekt ergänzen.

Fazit: Die „Unread Letters“-EP von Madsius Ovanda ist unbedingt hörenswert!

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