esmerelda: „Too Much“ ist nicht „zu viel“ für die Ohren

Foto: PR Courtesy

Sich mit anderen zu vergleichen ist sicherlich das Beste, was man tun kann (Sarkasmus aus). Das Gras ist normalerweise auch nicht grüner auf der anderen Seite und vieles, ja vieles ist häufig auch mehr Schein als Sein – und hiermit wurden gleich zwei Redewendungen in einem Satz untergebracht.

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Genau um dieses ungesunde Vergleichen geht es im neuen powervollen und emotionalen Pop-Ohrwurm „Too Much“ der talentierten jungen Newcomerin esmerelda (aka Charlotte Samady). Die 23-jährige britisch-afghanische Musikerin, Songwriterin und Produzentin, die in London lebt, präsentiert damit zugleich einen vielversprechenden Appetizer auf ihre bald erscheinende Konzept-EP „Medusa Was Innocent“. Produziert wurde der ansteckende, vorwärtspeitschende Track von BROOKFIELD, der bereits mit so namhaften Künstlerinnen wie Charli XCX und Anne-Marie zusammengearbeitet hat.

Um auf das ungesunde Vergleichen zurückzukommen, dem sich „Too Much“ von esmerelda widmet: tatsächlich ist es heutzutage gar nicht so leicht, dem zu entkommen, wenn man täglich mit der angeblich ach so rosaroten Happy-Go-Lucky-Heilen-Welt der sozialen Medien konfrontiert ist. Da kann man schon mal leicht in die gefährliche Gedankenwelt hineingezogen werden, dass alle anderen außer einem selbst „das Leben feiern“ und irgendetwas mit einem nicht in Ordnung sein kann.

esmerelda erklärte dann auch zum Hintergrund des Songs: „,Too Much’ handelt davon […], sich mit seinen Freund*innen, seinem früheren Selbst, mit Leuten in den sozialen Medien zu vergleichen und zu denken…was mache ich falsch? Warum habe ich das Gefühl, nicht so viel Spaß oder so viel Erfolg zu haben wie alle anderen? Da ist so viel Druck, erfolgreich zu sein und niemanden zu enttäuschen.“

Sie fuhr fort: „Um das zu kompensieren bin ich manchmal vielleicht übertrieben selbstbewusst und laut. Ich habe festgestellt, dass das als überwältigend und buchstäblich ,zu viel’ [der Songtitel lässt grüßen, Anm. der Red.] herüberkommen kann. Dieser Song ist eine Art Ode an all die Zeiten, in denen ich eine Situation an mir zweifelnd verlassen habe oder das Gefühl hatte, ich hätte eine mildere Tonart anschlagen sollen.“ „Too Much“ ist jedenfalls keineswegs „zu viel“ für die Ohren und sollte man diesen unbedingt gönnen!

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