Innere Reife, Weisheit und Erkenntnis bei einem Menschen, kurzum innerer „Reichtum“ kommen üblicherweise nicht von ungefähr. Dazu muss man schon den ein oder anderen Schicksalsschlag durchgemacht haben, um gestärkt daraus hervorzugehen. Und auch in der Musik ist diese ganz besondere „Tiefe“ immer klar herauszuhören, wenn der Interpret/die Interpretin bereits ein paar Krisen durchlebt hat und sie durch seine/ihre Songs verarbeitet.

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Bei dem neun Tracks starken Debütalbum „Feel Better“ der schon vorgestellten kanadischen Band Honors ist genau das der Fall. Oberflächliche Happy-Go-Lucky-Songs sucht man auf der Platte, deren Sound eine Mischung aus R&B, elektronischen Elementen und einem Trap-Beat darstellt, vergeblich.

Was man aber nicht vergeblich sucht, ist bei jedem Stück einen opulenten Sound, der manchmal – wie bei „Feel Better“, „Valleys“ und „Compromise“ins „Himmlische“ hineingeht. Atmosphärisch ist außerdem der Begriff, der auf sämtliche Songs des Albums angewandt werden kann.

Laut ‚Broadway World’ entstanden die Tracks dabei zu einer Zeit, als Leadsänger Patrick Gillett wegen der Auflösung eines Musikprojekts in eine tiefe Depression gefallen war – lebensbedrohlicher Drogenmissbrauch inklusive. Seine Bandkollegen waren schließlich gezwungen, buchstäblich in dessen Apartment einzubrechen. Als sie ihn fanden, reagierte der Sänger nicht und musste notfallversorgt werden. Keyboarder Tyler Armes unterstützte ihn dann bei dem Entzug.

Die Songs auf dem Album „Feel Better“ der Gruppe sind von diesen Erfahrungen inspiriert und sollen zudem als Motivation dazu dienen, ihren Traum vom musikalischen Durchbruch weiterzuverfolgen.

Eine positive, motivierende Botschaft gibt es aber auch für alle Hörer/innen der Platte. Dazu ließen Honors auf Facebook verlauten: „Nehmt die Tiefpunkte [im Leben] an und nutzt sie dafür, dadurch nach Höherem zu streben. Es ist die Reise, die einem Perspektiven eröffnet, es ist der Prozess, der den Wert beinhaltet. Wir hoffen, dass diese Musik genauso viel Licht in euer Leben bringt wie sie es in unser eigenes gebracht hat.“