Mit „Run to You“ kommt morgen, am 29. März 2019, die neue EP des talentierten schwedischen Newcomers Isak Danielson heraus. Bei diesem fragt man sich ganz nebenbei, warum die deutsche Musikszene bis dato noch nicht so recht auf ihn aufmerksam geworden ist. Wenn die „wirklichen Musiktalente“ aber an solchen Castingshows (mit Betonung auf „Show“) wie „Deutschland sucht den Superstar“ gemessen werden oder irgendwelche sogenannten YouTube-Stars bei den oberen Chartplätzen die Töne angeben, muss man sich da auch nicht wirklich wundern…

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music-allnew.com durfte bereits in das neue, insgesamt sechs Tracks starke Werk hineinhören, an dem vor allem Fans sehr gefühlvoller Songs à la Hozier ihre wahre Freude haben sollten.

Die EP wird dann auch gleich sehr stark mit der hier schon vorgestellten Single „Power“ eingeleitet, die ihrem Songtitel in gesanglicher wie auch soundtechnischer Hinsicht alle Ehre macht. Dass der erst 22-jährige Isak Danielson eine sehr reif anmutende, volle und reiche Stimme für sein Alter hat, wurde hier bereits angesprochen. Dass er diese mit einer beeindruckenden gesanglichen Leidenschaft einzusetzen weiß ebenfalls. Kombiniert mit einer ansteigenden Dramatik im Sound ergänzt sich das perfekt zu einem mehr als hörenswerten Resultat.

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Auf „Power“ folgt das Stück „The First Time“, bei dem man in den ersten Sekunden seines Gitarren-Intros ganz kurz das Gefühl hat, bei einem Red-Hot-Chili-Peppers-Song à la „Californication“ gelandet zu sein. Man denkt zuerst auch, dass es sich um einen Akustik-Track handelt, bis schließlich ein atmosphärischer Synthie-Soundteppich (aber später genauso ein „echtes“ Piano) einsetzt und ein pulsierender Herzschlag-Beat. „The First Time“ verzichtet wieder nicht auf einen dramatischen Touch, der gegen Ende des Songs seine volle Pracht entfaltet.

Kommen wir mit der balladigen Single „Playing Love“ zu einem der persönlichen Favoriten der EP, der auch noch mal den Fokus auf das gesangliche Talent von Isak Danielson legt – denn diese Koloraturen oder auch weniger fachtechnisch gesagt: Verzierungen mit der Stimme muss man erst einmal so abliefern können – ganz zu schweigen von der überzeugenden, tief emotionalen Interpretation!

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Mit eingängigem, gefühlvollen Elektropop inklusive Mitsing-Chorus geht es bei „Bleed Out“ weiter und das Tempo wird wieder ein wenig mehr angezogen, nur um dann mit dem Titeltrack „Run to You“ in ein wunderschönes, akustisches Duett ft. Ane Brun zu münden.

Den Abschluss der EP bildet zu guter Letzt der Song „Bleed Out“ in einer gitarrenlastigen Akustik-Version, die der elektropoplastigen Originalfassung aber in nichts nachsteht.

Fazit: „Run to You“ von Isak Danielson ist eine EP, die als große Überschrift „Gefühle“ trägt und diese aufrichtig und authentisch mit einer leidenschaftlichen gesanglichen Interpretation vermittelt. Ausnahmslos empfehlenswert!

Foto: Albin Lager