Peter Wise: „Window Dressing“ als Anti-Popsong – oder doch nicht?

Foto: Courtesy of LPR Agency

Manchmal nimmt man sich bestimmte Dinge vor, wie beispielsweise einen Track zu schreiben, der null nach einem modernen Popsong klingt. Meistens kommt es dann schlussendlich doch ganz anders aber von Anfang an…

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„Window Dressing“ heißt die neue Single des aufstrebenden, schon vorgestellten Soul-Pop-Newcomers Peter Wise aus Brooklyn, New York, was so viel wie „Augenwischerei“ oder „Schwindel“ bedeutet. Auf jeden Fall bedeutet es, nicht authentisch zu sein und mit diesem Thema war der Sänger, Songschreiber, Gitarrist und Produzent, der unter anderem von Künstlern wie Bob Dylan, Jeff Buckley und John Mayer inspiriert ist vor Kurzem erst konfrontiert.

Das neue Werk „Window Dressing“ ist dessen Reaktion darauf, zu dem Peter Wise erklärte: „[Es geht darum], sich selbst treu zu bleiben und sich nicht dem anzupassen, wie andere dich haben wollen. Ich habe diesen Song vor zwei Monaten geschrieben, nachdem ich eine Menge Feedback und Meinungen im Hinblick auf meine Karriere bekommen habe und dem, wie ich klingen sollte, um erfolgreich zu sein.“

Er fuhr fort: „Als Antwort auf viele dieser Rückmeldungen war ich motiviert, einen Anti-Popsong zu schreiben: etwas sehr Langes mit einer Menge Akkordwechseln, wenig Melodie und einem Gitarrensolo, mehr oder weniger das Gegenteil des modernen Popsongs. Man stelle sich vor: als ich diese Idee in meinem Kopf […] als Aufnahme umsetzte, klang der Song ziemlich hymnisch und poppig! Ich habe ,Window Dressing’ auch selbst produziert und gemixt, so dass sich das gesamte Konzept zu einem Statement entwickelte, an meiner Identität festzuhalten, unabhängig von der Meinung der anderen.“

Beachtenswert ist beim Chorus des Tracks dabei unter anderem diese Aussage: „I’d rather fall than rise up fake“, auf Deutsch: „ich würde lieber fallen, als mit Falschheit aufzusteigen“. Wie viele dieser Aussage wohl auch aus echter Überzeugung beipflichten würden?

Ein Anti-Popsong ist „Window Dressing“ am Ende also doch nicht geworden aber auf jeden Fall ein kraftvoll daherkommendes Stück mit einer wichtigen Botschaft. Ist es „tragisch“, dass diese als eingängiger, ansteckender und verspielter Feel-Good-Ohrwurm – ach ja, und ein hymnischer Chorgesang ist gegen Ende auch noch mit dabei – verpackt ist? Nicht wirklich, sondern im Gegenteil: unbedingt hörenswert!

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