Wer vor zwei Tagen in der Nochtwache in Hamburg den Auftritt der schwedischen Sängerin SHY Martin (aka Sara Hjellström) genießen durfte, weiß um die musikalischen Qualitäten der Newcomerin. Diese manifestierte sich erst als Songwriterin unter anderem für Künstler wie Kygo („First Time“ feat. Ellie Goulding), Bebe Rexha („(Not) The One“), The Chainsmokers („All We Know“), Jess Glynne, Astrid S und ALMA – schon jetzt eine beachtliche Liste, die aber noch weiter geht.

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Unter ihrem Künstlernamen SHY Martin trat sie als Sängerin erstmals 2016 in den Vordergrund, nämlich als Stimme der erfolgreichen Kollaboration „The Ocean“ mit dem schwedischen DJ/Produzenten Mike Perry. Der Sommerhit erreichte Platz Eins in Schweden und schaffte es in Deutschland in die Top 20.

Mit der Single „Out of My Hands“ gibt es nun ihre erste neue Veröffentlichung in diesem Jahr. Diese folgt ihrer Debüt-EP „Overthinking“ vom Dezember 2018 nach, die bereits über 100 Millionen Streams auf Spotify verzeichnen kann. Und was soll man sagen: „Out of My Hands“ ist richtig gut gemachter, atmosphärisch-verträumter und melancholischer Elektropop mit großen Ohrwurmqualitäten. Zudem bleibt die besondere gesangliche Interpretation der Musikerin hängen. Diese schwingt wie Wellen zwischen gehauchten und deutlicheren, aber trotzdem immer noch sanften Parts hin und her – markant ist dafür auf jeden Fall das richtige Wort.

Zum Hintergrund des Songs verriet SHY Martin: „[…] [Er] handelt davon, eine zerstörerische Beziehung hinter sich zu lassen, nach der man süchtig geworden ist. Wenn man eine lange Zeit in einer Beziehung gewesen ist, ist es einfacher und weniger schmerzvoll, in ihr zu bleiben, als sie hinter sich zu lassen, weil es in dieser Zeit so schwer ist, zu wissen, wer man ohne die andere Person ist. Ich glaube, dass das der Grund ist, warum Menschen dazu neigen, zerstörerische Beziehungen zu romantisieren und warum es so leicht ist, wieder in sie zurück zu fallen.“ „Out of My Hands“ sollte man seinen Ohren unbedingt gönnen!