Crywolf: EP „Skeletons“ als faszinierendes, so noch nie gehörtes Musik-Meisterwerk

Die Musik von Crywolf (eigentlich Justin Taylor Phillips) aus Los Angeles sticht schon seit jeher immer ganz besonders aus dem üblichen Mainstream heraus. Das bewies er bereits eindrucksvoll mit seinem erfolgreichen Debütalbum „Cataclasm“ (2015) und ist diesem Mantra mit seiner neuen EP „Skeletons“ glücklicherweise auch treu geblieben. Diese stellt ein ganz außergewöhnliches, faszinierendes Musik-Meisterwerk des Sängers, Songschreibers und Produzenten dar, der für seine besonders emotionalen, melodischen Elektro-Tracks mit melancholischer Stimmung bekannt ist.

„Skeletons“ ist dabei nicht nur überwältigend in seiner Emotionalität, sondern nimmt den Hörer mit auf eine musikalische, tief herzergreifende, dramatische Reise – etwas, was man so noch nie gehört hat. Dabei ist die ganze Zeit auch ganz deutlich zu spüren, dass der aufstrebende Newcomer hier wortwörtlich „sein Innerstes nach außen gekehrt“ hat. Das Werk sprüht zudem auch soundtechnisch nur so vor Kreativität und nimmt jeden Hörer bei jedem einzelnen Song auf eine Achterbahn der Gefühle mit. Bei dem insgesamt sieben Titel umfassenden, nie langweilig werdenden, unglaublich beeindruckenden Musik-Kunstwerk ist es daher auch schwer, nur einen Titel als Lieblingssong auszuwählen. „Lemniscate“ stellt ein überaus gelungener Einstieg in die EP dar, der von dem etwas mehr rockigeren „Quantum Immortality“ begleitet wird (wurde hier zuvor schon vorgestellt). Dramatischer geht es wieder bei „Fuse“ zu, dessen Chorus die emotionale Verzweiflung des Sängers nicht besser transportieren könnte. „Weight“ ist dagegen ein zurückhaltenderes, mehr gitarrenlastigeres Meisterwerk, an das sich mit „Windswept“ nahtlos ein weiteres theatralisches Stück anschließt. „Skeletons“ bildet schließlich erneut einen Beweis für den wahnsinnigen Einfallsreichtum des Künstlers und einen interessanten Abschluss.

Zur EP verriet Crywolf: „Als Künstler schreibt man manchmal über die Gegenwart und zu anderen Zeiten über das Nichtvorhandensein. Man benutzt die Texte und die Musik, um seine Finger um eine Form zu legen, die von etwas Verlorenem zurückgelassen wurde. Diese EP ist […] das Gerüst, das etwas unterstützt, was da sein sollte aber es einfach nicht ist. Eine brutale Erinnerung an das, was einmal war; an einen unveränderbaren Bruch in der Ordnung der Dinge. Beißend aber notwendig.“ Er hätte dann die meisten der Songs eigentlich auch gar nicht veröffentlichen wollen, weil sie sich alle „quälend verletzlich“ anfühlen. Ein Glück, dass sich der Musiker dann doch umentschieden hat. Es wäre nämlich wirklich außerordentlich schade und sehr bedauerlich um solch ein musikalisches Meisterwerk gewesen! Unbedingt hörenswert!

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Foto: Dustin Hollywood

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