Greyshadow: Ohrwurm „The Weight“ über Verlorenheit und neue Wege

Foto: Courtesy of the artist

Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen – so könnte man vielleicht die Botschaft des neuen Songs „The Weight“ von Greyshadow aus Wien kurz zusammenfassen.

Der aufstrebende österreichische Newcomer heißt eigentlich Gregor Wessely und hat sich einen Namen für seine radiotaugliche Soundmischung aus Gitarre, Drums und 80er-Synthies gemacht. Dass diese – wie bei „The Weight“ und der Vorgänger-Single „Sway“ – verträumt, tanzbar und Leichtigkeit verbreitend daherkommt, darf einen nicht täuschen. Mit „Friede, Freude, Eierkuchen“ hat man es hier nämlich nicht zu tun, wie die melancholischen Lyrics zeigen. Der Track – der musikalisch von Künstlern wie Sam Fender, War On Drugs oder Roosevelt inspiriert ist – beschäftigt sich stattdessen mit der „Last des Lebens“ und einem Gefühl der Orientierungslosigkeit.

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Gegenüber music-allnew.com erklärte Greyshadow ausführlich zu deren Hintergrund: „Meine neue Single ,The Weight’ beschreibt – wie bereits im Titel verraten wird – das Gefühl, eine Situation aufgrund ihrer Aussichtslosigkeit nicht stemmen zu können – Stemmen im wahrsten Sinne des Wortes, da das Gewicht, welches man in so einer frustrierenden Gefühlslage auf seiner Brust spürt, welches einem beinahe den Atem raubt, zu schwer wird. Sehr oft führt persönliches Scheitern oder eine vergebliche Liebesbeziehung in eine große Phase großer Frustration. Man ist konfrontiert mit unzähligen Problemen, hinterfragt vieles, macht sich Sorgen, wie es weitergehen soll und ist auch emotional sehr geplagt. Man fühlt sich überlastet und überfordert mit allem. Ich selbst war sehr oft in solchen Situationen und musste feststellen, dass sehr viele Schwierigkeiten auf einmal zusammenkommen. Planlosigkeit und Verlorenheit machen sich breit.“

Der Musiker fuhr fort: „Im Text geht es auch um das bewusste Zurückblicken auf das eigene Scheitern/bzw. der Liebesbeziehung und das Eingestehen, dass es aufgrund zahlreicher Gründe einfach nicht funktionieren konnte. Ich selbst fühle mich dann oft wie ein ,lonesome stranger on a desert road’. Verlassen im Nirgendwo, nur eine Straße führt aus der Wüste mit extremen klimatischen Bedingungen irgendwohin. Man weiß nicht, was passieren wird, wenn man diese Straße entlang geht und welche Erlebnisse auf einen zukommen werden. Es ist aber wahrscheinlich der einzige Ausweg. Da muss man es riskieren und einfach die Straße entlang gehen und schauen wo sie hinführt und hoffen, dass man zu einem besseren Ort gelangt.“

Auch das dazugehörige Video macht gleich von Anfang an deutlich, dass hinter dem Song – der ist übrigens derzeit auf Platz 10 der österreichischen Indie Charts – viel mehr steckt als „nur“ ein ansteckender Feel-Good-Ohrwurm. Unbedingt hörens- und sehenswert!

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