Karl Zine: Debütalbum „Hyper“ mit musikalischer Individualität – Review

Foto: Courtesy of Charmfactory

Wem die Musik des aufstrebenden Songschreibers, Produzenten und Multiinstrumentalisten Karl Zine aus London bereits etwas sagt weiß, dass man da nicht notwendigerweise „das Übliche“ serviert bekommt. Und das gilt in positivem Sinne. Denn an zu viel musikalischem „Alltagsbrei“ kann man sich ja irgendwann auch satt hören. Da sind solche individuellen, üblicherweise nicht dem Mainstream entsprechenden Songs dann auch wie ein willkommener frischer Wind, der dem Musikhören wieder etwas Spannung und Aufregung verleiht.

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Dessen erst kürzlich veröffentlichtes Debütalbum „Hyper“ liefert ganze neun Tracks an dieser musikalischen Spannung mit neuen, besonders stimmungsvollen und vielfältigen Klangwelten für die Ohren.

Drei Songs davon – nämlich „Greenscreen“, „Saffron“ und „Call It A Day“ – wurden hier schon vorgestellt. Von „Greenscreen“ gibt es nun übrigens auch ein „Radio Edit“, das derzeit ebenso als musikalische Untermalung der neuen Virgin-Media-Werbung in England im TV und Online läuft.

Mit dem Album „Hyper“ kriegt man eine anspruchsvolle, für ein kommerzielles Hörempfinden nicht unbedingt typische Platte, die man nicht mal eben so nebenbei „konsumieren“ kann oder auch sollte – wobei dem Song „Hyper“ am ehesten noch eine gewisse „Radiotauglichkeit“ zuzusprechen ist. Überwiegend sind die Stücke von ihrem Sound und ihrer Machart her (da gibt es beispielsweise schon mal ein längeres Intro) jedoch nicht voraussehbar. Außerdem wird so viel Wert auf musikalische Details gelegt, dass es wirklich nicht angebracht wäre, diesen durch einen Nebenbei-Soundtrack beim Putzen der Wohnung oder Ähnliches nicht die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Auch inhaltlich hat man es hier nicht mit belanglosen „Alles ist rosarot“-Texten zu tun. Stattdessen bieten die Songs alle eine tiefgründige und sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Leben und der Liebe.

Karl Zine selbst verriet dazu: „Ich wollte die Natur von Beziehungen mit all ihren Wundern, Rätseln und gebrochenen Herzen erkunden, von den euphorischen ,Hyper’-Hochs von idealisierten Fantasien zu den kräftezehrenden Tiefs von oft unperfekten Wirklichkeiten, die aus verlorener Liebe und Herzschmerz resultieren. Es ist eine Platte darüber, welche Gefühle möglich sind und warum wir die Dinge fühlen, die wir tun.“

Neben den hier schon vorgestellten Singles sollen als persönliche Favoriten außerdem noch die Tracks „Diving“ und „Outrun“ ergänzt werden.

Fazit: Das Debütalbum „Hyper“ von Karl Zinehier auf Spotify – ist für all diejenigen zu empfehlen, die musikalisch offen für das nicht ganz Übliche sind und die Lust und Zeit mitbringen, die neun Songs auch tatsächlich richtig auf sich wirken zu lassen.

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