Omri: „i wanna say“ oder: Ehrlichkeit wird manchmal überbewertet

Foto: YouTube

Es geht bekanntlich nichts über (Gratis-)Eigenwerbung und ganz besonders dann, wenn entsprechende Anfragen dazu in „PR-Form“ kommen. Insbesondere über das Thema: „Immer wieder jubilierende Freude auslösende PR-Anschreiben“ (Ironie aus) könnte man ganze Kapitel füllen aber wollen wir es hier erst einmal kurz halten. Überdurchschnittlich viele dieser in jeder nur erdenklichen Art exquisiten „Lektüren“ preisen damit an, einen ganz exklusiven, bis heute wirklich, ja wirklich SO noch NIE (!) dagewesenen einzigartigen Musikstil und Sound eines Künstlers/einer Künstlerin zu präsentieren.

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In den wenigsten Fällen geht die Wahrheit damit leider wirklich konform – leider, weil die Musikwelt dann eine viel spannendere und aufregendere wäre, wenn es denn tatsächlich zutreffen würde. Wie es dagegen wirklich aussieht: dazu braucht man nur das gute alte Radio anzuschalten, das gerne mit „more of the same“ glänzt. Und wer hat da doch gleich nochmal gesungen, wenn denn überhaupt gesungen und nicht nur super undeutlich, super intellektuell, ohne Message, super stilvoll und pseudocool dahergerappt wird?

Etwas mehr Kreativität für die Ohren – aber durchaus auch, was die Videos anbetrifft – gibt es glücklicherweise mit der Musik des talentierten israelischen Newcomers Omri und konkret seiner brandaktuellen Single „i wanna say“. Dieser wurde hier zuletzt mit seinem melancholischen Track „float“ vorgestellt.

Ein wenig mehr Realität kriegt man dann auch thematisch bei seinem neuen düster und experimentell daherkommenden Werk gratis mit dazu, denn die Wenigsten werden momentan oder nach den letzten paar Jahren vermutlich in einer 24/7 andauernden „Alles ist ach so wundervoll“-Stimmung sein. Aber was man nicht ist kann man ja bekanntlich nach außen hin trotzdem spielen und auch Omri scheint sich das für die Zukunft wohl vorgenommen zu haben – zumindest, wenn man dem Text von „i wanna say“ Glauben schenken darf. Damit macht er zugleich jedem, der ihm mit der „Wie geht es dir?“-Floskel begegnet und nicht wirklich an einer ehrlichen Antwort interessiert ist einen Gefallen. Wenn das mal keine gute Tat ist. Ganz klar, dass diese mit einem „unbedingt hörenswert“ belohnt werden muss und auch wird. Selbst davon überzeugen!

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