Varley: „Married With Bruises“ macht seinem Ärger mit Gefühl Luft

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Musik kann nicht nur unterhalten, eine mögliche Langeweile vertreiben oder entspannen. Es gibt bekannterweise auch die Sorte von Musik, bei der man nach dem Hören gestärkter, selbstbewusster, motivierter und alles in allem inspirierter daraus hervorgeht.

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Die gefühlvolle und ehrliche Musik der Indie-Pop-Newcomer Varley aus Berlin, die Künstler*innen wie Bon Iver, Fleetwood Mac, The Cardigans und Phoebe Bridgers als Einflüsse angeben, zählt zu Letzterem. Das aufstrebende Trio – bestehend aus der in Dublin, Irland geborenen Sängerin Claire-Ann und ihren deutschen Bandkollegen Joschka Bender und Matthias Heising – versteht es nämlich, emotionale Herausforderungen wie Selbstzweifel und innere Zerrissenheit in Mut machende Hymnen zu verwandeln. Ihr 13 Tracks starkes Debütalbum „Smalltalk & DMCs“, welches 2020 im ersten Corona-Lockdown entstand, gibt eine Kostprobe davon.

Daraus stammt auch ihre neue Single „Married With Bruises“, die sich thematisch der immer noch ungleichen Behandlung von Männern und Frauen widmet. Man möchte außerdem meinen, dass die letzten Jahre bei Frauen leider wieder mehr einen Rückfall in veraltete Rollenbilder aufweisen aber das hier nur nebenbei.

Varley-Frontfrau Claire-Ann verriet zum Hintergrund des Songs: „[…]. Wie bei all unserer Musik versuchen wir, über die wesentlichen, unbequemen Themen in unserem Leben zu sprechen und ,Married With Bruises’ ist da keine Ausnahme.“

Sie fuhr fort: „Es belastet mich manchmal schwer, wenn ich sehe, dass ich anders behandelt werde als meine Bandkollegen. Liegt es daran, dass sie Schw…. haben und ich nicht? Oder lasse ich mich auf eine Weise ansprechen, die sie nie akzeptieren würden? Wofür ich sehr dankbar bin ist, dass meine Bandkollegen das auch sehen und sie immer hinter mir stehen, wenn es passiert. Ich stelle mich dem nie wirklich aber man kann sicher sein, dass ich einen Song darüber schreiben werde und deshalb ist ,Married With Bruises’ für mich so besonders. Es war mein Platz, um mir Luft zu machen, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich anders oder unfair behandelt oder auf gruselige Weise angesprochen wurde, nur weil ich eine Frau bin.“ Unbedingt hörenswert inklusive einem „sparsam“ gehaltenen aber nichtsdestotrotz sehenswerten Clip!

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